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Die kretische Mythologie unterscheidet sich von der heute
bekannten griechischen Mythologie, als dessen Vorlage man
die kretischen Mythen sicherlich bezeichnen kann.
Am Anfang war das Chaos, dem Chaos entsprang Gaia, die Erdmutter,
welche ohne männliche Hilfe Uranos, den Himmel, Pontos, das
Meer und Ourea, die Berge gebar. Sie vermählt sich mit Ihrem
Sohn Uranos und gebiert die Titanen. Mit dem jüngsten Titanen
Kronos schmiedet Gaia ein Komplott gegen Uranos, den König
des Himmels. Kronos beraubt seinen Vater im Schlaf seiner
Männlichkeit und übernimmt die Herrschaft über den Himmel.
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Aus Angst ihm könnte das Selbe wiederfahren, verschlang er
sofort nach der Geburt jedes seiner Kinder. Seine Gattin Rhea
war über dieses Unheil untröstlich und bat Gaia um Hilfe,
als es an der Zeit war ihren letzten Sohn Zeus Asterios zur
Welt zu bringen. Gaia hatte Erbarmen mit Rhea, und so brachte
Gaia selbst Zeus nach seiner Geburt nach Kreta und versteckte
ihn in einer Höhle im Idagebirge, wo er von der Milch der
Ziege Amalthea und dem Honig der Biene Melissa ernährt wurde.
Kronos gab man einen umwickelten Stein, den er verschlang
ohne Verdacht zu schöpfen.
Der heranwachsend Zeus war seinem Vater schnell an Kraft und
Geschicklichkeit überlegen, er flößt Kronos ein Brechmittel
ein und dieser erbricht die Geschwister Hades, Poseidon und
Hera. Als Kronos entgültig besiegt ist verteilt Zeus die Herrschaft
über die Welt, Hades regiert von nun an die Unterwelt, Poseidon
wird der Herr der Meere und seine Schwester Hera nimmt er
zur Frau. Er selbst bleibt der König des Himmels und der Herrscher
über die Welt.
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Zeus, der Göttervater vertreibt sich seine Zeit hauptsächlich mit
amourösen Abenteuern, eines Tages nähert er sich der schönen phönizischen
Prinzessin Europa in Form eines Stieres und entführt sie nach Kreta.
In der kleinen Bucht von Matala gehen sie an Land, wo er sich der
Prinzessin zu erkennen gibt. Beide begeben sich in die naheliegende
Messara-Ebene, wo sie unter einer ausladenden Platane ihre erste
Nacht verbringen. Europa schenkt Zeus drei Söhne, Sarpedon, Rhadamanthis
und Minos.
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Alte Überlieferungen erzählen, dass viel später als Zeus
die Weltherrschaft an seinen Sohn Minos weitergegeben hatte,
er sich auf den Berg Juchtas begab, wo er sich zum Schlafen
niederlegte und dort für alle Zeit über Kreta wacht.
Heute noch trägt der Berg Juchtas, der sich imposant hinter
der Stadt Iraklion gen Himmel streckt, den Namen "Der schlafende
Zeus", und tatsächlich, betrachtet man den Berg Juchtas von
Westen her kommend so kann man, auch ohne Phantasie, das Profil
des Schlafenden Zeus erkennen.
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